“Wandern, bewegen oder einfach mal abhängen”

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| “Wandern, bewegen oder einfach mal abhängen”

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah - für alle Wanderfreunde und Erholungssuchende gibt es in unserer Region ein weiteres attraktives Angebot. Am Freitag, den 13. September, wurde in Diebach der neue Wappenwanderweg mit Bewegungsparcours eingeweiht, der mit Unterstützung der LAG Region an der Romantischen Straße realisiert werden konnte.  

“Wandern, bewegen oder einfach mal abhängen - das ist mein Motto für diesen Wappenwanderweg mit Bewegungsparcours”, sagt die Diebacher Bürgermeisterin Gabriele Hofacker und begrüßt die zahlreichen Gäste, die zur feierlichen Einweihung gekommen sind. Inmitten der Natur, direkt am Badeweiher, neben der Streuobstwiese ist in den letzten Monaten ein Mehrgenerationenspielplatz für Jung und Alt entstanden. Springen, Klettern, Balancieren, Gewichte heben – es ist für jeden etwas dabei. Mit dem symbolischen Durchschneiden eines roten Bandes, wurde der Bewegungsparcours nun offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach, und Herbert Lindörfer, Vorsitzender der LAG Region an der Romantischen Straße, ließen es sich natürlich nicht nehmen, die neuen Geräte gleich ausgiebig zu testen. “Wenn wir viele solche kleinen Bausteine wie diese in der Region haben, dann können wir in Sachen Naherholung einfach viel mehr bieten”, betont der Landrat. 

Der Bewegungsparcours ist im Zuge des Projekts “Diebacher Wappenwanderweg” entstanden. Ein Vorhaben, das die Gemeinde Diebach mit Unterstützung der LAG Region an der Romantischen Straße umgesetzt hat. Es ist schon einige Jahre her, dass bei der Bürgermeisterin die Idee entstand, einen solchen Wappenwanderweg ins Leben zu rufen. 2015 wurde bereits der Wanderweg “Nixe” – ein Rundweg um Oestheim – eingeweiht. Die Nixe ist Teil des Diebacher Wappens und steht für den Ort Oestheim. Sie soll an die Sage der Wasserfräulein erinnern: Drei von Ihnen kamen vom “Bodenlosen Loch” zum Tanzen nach Oberoestheim. Am nächsten Tag färbte sich das Wasser rot mit ihrem Blut. Ihr Vater hatte sie umgebracht.  

Die beiden weiteren Symbole des Wappens sind die Krone und der Rost. Die Laubkrone stammt aus dem Wappen der Herren von Diebach, einem im Mittelalter nachweisbaren Ortsadelsgeschlecht. Der Rost ist das Zeichen des heiligen Laurentius, der im Jahr 258 in Rom auf einem glühenden Eisenrost hingerichtet wurde. Ihm zu Ehren wurde in Bellershausen die St. Laurentius Kirche errichtet.  

 “Ich wollte gerne den vorhandenen Wanderweg erweitern und sozusagen die Nixe mit der Krone und dem Laurentius vereinen”, erklärt Hofacker. Das Ergebnis ist ein rund 30 Kilometer langer Wanderweg durch die Diebacher Gemeinde. Inmitten einer herrlichen Natur begeben sich die Wanderlustigen auf die Spuren einer bewegten Geschichte. Oestheim wurde beispielsweise bereits 800 n. Chr. Urkundlich erwähnt. Schon früh waren dort die Schneider, Sattler, Weber, Schmiede und Wagner angesiedelt. Der Wanderweg “Nixe” ist rund 12 Kilometer lang und führt unter anderem vorbei an dem kleinsten Schäfermuseum Deutschlands oder an dem sogenannten “Bodenlosen Loch”, eine Quelle aus der jede Sekunde mehrere Zehner Liter Wasser sprudeln.   

Der Wanderweg “Laurentius” ist etwas kürzer und verläuft auf einer Strecke von rund 7 Kilometern rund um Bellershausen. Auch hier gibt es einiges zu entdecken wie beispielsweise eine neu errichtete Sonnenuhr oder die katholische Kirche St. Laurentius.  

Der Wanderweg “Krone” umrundet Diebach und ist ca. 11 Kilometer lang. Das Highlight dieser Strecke ist sicherlich eine Rast am Badeweiher. Dort befindet sich nicht nur der neue Bewegungsparcours mit einem Sanitärgebäude - Hängematten und Liegen sowie ein ‘Outdoor Mensch ärgere dich nicht’ laden zum Verweilen ein. “Es gibt immer viel Ideen, aber oft fehlt gerade in kleinen Gemeinden das Geld. Wir freuen uns als Impulsgeber solche Projekte dann unterstützen zu können”, erklärt LAG-Vorsitzender Herbert Lindörfer. 

Das Projekt “Diebacher Wappenwanderweg” umfasst aber mehr als nur den Bewegungsparcours. Entlang der Strecke wurden zum Beispiel zahlreiche Tafeln aufgestellt, die über die Geschichte und Natur informieren. Zudem wurde eine übersichtliche Wanderkarte erstellt, auf der auch alle Sehenswürdigkeiten entlang des Weges beschrieben werden. “Ich und meine Frau wandern sehr gerne. Wir machen oft Wanderurlaub. Und da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen: man muss nicht weit weg, es gibt vor Ort auch etwas.  Mit diesem neuen Wanderweg gibt es eine Hilfestellung, wo man zum Beispiel laufen kann. Das ist super. Ich bin wirklich erstaunt, was es hier zu entdecken gibt. Und ich weiß jetzt, dass man anstatt in den Urlaub zu fliegen, auch hier einige Stunden schöne Zeit verbringen kann”, sagt Ludwig.  

“Wir müssen uns bewusstwerden, dass wir eine Urlaubsregion sind”, ergänzt Lindörfer. Und weiter: “Dieser Wanderweg mit dem attraktiven Bewegungsparcours lockt die Menschen an. Ich bin sehr stolz, dass wir die Gelder von Brüssel und Bayern hierherbringen können. Wir konnten das Projekt mit 39.000 Euro unterstützen. Es ist toll, in so einer Region zu Hause zu sein und leben zu können.” 

Durch seine möglichen Abkürzungen und barrierefreien Teilstrecken bietet der Wappenwanderweg etwas für jedes Alter. Insgesamt hat das Projekt rund 70.000 Euro gekostet.